Die Wallfahrt der Lichtenfelser Pfarrgemeinden nach Gößweinstein hat eine lange und wechselvolle Geschichte. Schon 1684 wurde sie bereits erstmals erwähnt.
Damals waren einzelne Lichtenfelser Hilfe suchend oder aus Dankbarkeit zum Gnadenort in der Fränkischen Schweiz gezogen. Eine regelmäßige Gemeindewallfahrt nach Gößweinstein nahm erst 1744 oder 1745 ihren Anfang.
Im frühen 19. Jahrhundert war die Tradition für mehrere Jahrzehnte unterbrochen worden. Es fanden entweder keine oder nur heimliche Wallfahrten statt. Ab dem Jahre 1833 wurde dann die Tradition wieder lückenlos fortgesetzt.
So machen sich alljährlich am Samstag vor dem Dreifaltigkeits-Sonntag ca. 300 Pilgerinnen und Pilger mit großer Begeisterung auf den Weg nach Gößweinstein zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit.
Miteinander unterwegs sein, gemeinsames Singen und Beten und der Gedankenaustausch bei den entsprechenden Pausen lassen dabei alle zu einer großen Gemeinschaft zusammenwachsen. Manche Teilnehmer nehmen immer wieder lange Anreisewege in Kauf um dabei sein zu können.
Selbstverständlich wird auch die Ökumene groß geschrieben, da sich jedesmal auch zahlreiche evangelische Christen gerne dem Lichtenfelser Gebetsgang anschließen.
Die Wallfahrt beginnt immer am Samstag nach Pfingsten mit dem Wallfahrtsgottesdienst um 5:15 Uhr in der Stadtpfarrkirche; danach festliches Auswallen
Samstag: Lichtenfels - Mistelfeld - Kosterlangheim - Lahm - Eichig - Kleinziegenfeld - Wotzendorf - Eichenhüll - Hollfeld (Übernachtung).
Sonntag: Hollfeld - Plankenfels - Nankendorf - Waischenfeld - Pulvermühle - Eichenbirkig - Moschendorf - Beringersmühle - Gößweinstein (Übernachtung).
Montag: von Gößweinstein wieder zurück nach Hollfeld (Übernachtung).
Dienstag: von Hollfeld wieder zurück nach Lichtenfels; spätnachmittags festliches Einwallen durch die Stadtmitte und Abschluss in der Stadtpfarrkirche.
Nähere Informationen sind beim Wallfahrtskomitee zu erhalten: