Der Ortsteil Schney liegt nördlich des Main und hat eine der ältesten evangelisch geprägten Traditionen; so existierte dort lange kein eigenes katholisches Gotteshaus.
Am 24. Juli 1902 erfolge die Grundsteinlegung und im Herbst des gleichen Jahres konnte bereits Richtfest gefeiert werden. Die Bauleitung der neuromanischen Kirche lag in den Händen von Johann Graebner.
Die Feuchtigkeit in der Kirche war so groß, dass 1904 der bereits aufgebaute Altar wieder abgebrochen werden musste. Schließlich nahm der geistliche Rat Daniel Munsch am 3. Adventssonntag 1905 die feierliche Weihe der Kirche vor. Der Lichtenfelser Stadtpfarrer von Hartung hatte zu der Feier auch den evangelischen Pfarrer Meyer von Schney eingeladen.
1968 erfuhr die Kapelle eine umfassende Renovierung. Das Kirchlein erhielt zwei neue Glocken aus der Glockengießerei Perner in Passau, einen neuen Kreuzweg und neue Fenster.
In Schney gibt es nur eine kleine Gemeinde, die sich für die Erhaltung der Kapelle engagieren kann. Die Kolpingsfamilie Lichtenfels hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Kapelle zu unterstützen und richtet dort auch jedes Jahr im Juni die Kerwa aus.